New Image

May 22, 2008

schülergruppen: Prolos

Filed under: Schule — ninatheresa @ 10:16 am

Definition: Eine Markenkleidung tragende, angeberisch veranlagte, überwiegend männliche Spezies, die zur Selbstinszenierung neigt.

Unterarten des Prototyps:

Machos/Chauvis = Abgeschwächte Variante, überwiegend in südlichen Ländern zu finden

Gangsta = Extreme Randgruppe

Tussen = weibliches Gegenstück zum Prolo

Vorkommen in der Natur:

Innenstadt, Freibäder und Seen, Bushaltestellen, sowie diverse Inn-Kneipen

Wie können Sie diese Gattung in der freien Wildbahn erkennen?

Die auffälligsten äußeren Merkmale sind Caps, Gelfrisuren, Bling-bling Diamantimitat Ohrringe, Glitzergoldkettchen in zigfacher Ausführung, äußerst farbenfrohe in schwarz und weiß gehaltene Kapuzenpullis sowie Jeans, die die ausgefallene Unterwäsche hervorheben sollen. Weitere sehr beliebte Accessoires sind Sonnenbrille (extra für die Regentage), MP3-Player, Handy (aber nur das neuste Modell) und dann sollte niemals eine kleine Freundin fehlen.

Wie können Sie sich vor Angriffen durch Prolos schützen?

Die effektivste Methode ist wohl, sich möglichst unauffällig und gediegen zu kleiden. Knappe Röcke, hohe Schuhe und tiefe Ausschnitte ziehen Polos nämlich an, wie Licht die Motten. Die Abwehrvariante für nicht so graue Mäuschen sind dann auch noch bissige Kommentare und der Todesblick. Letzteres ist lediglich ein hochnäsiger, herablassender, „Sprich-mich-ja-nicht-an“-Blick aus eiskalten Augen, der gerne von einer hochgezogenen Augenbraue begleitet wird. Sollten Sie dennoch zu auffälliger Kleidung neigen und zu nett für einen Todesblick sein, meiden Sie zu Ihrem eigenen Schutz die oben aufgeführten Lebensräume.

Verhalten von Prolos im Jagdrevier (Schule):

Gegen die Prolo-Ehre verstößt es zunächst einmal, pünktlich zum Unterricht zu erscheinen. Sinnlose Diskussionen mit dem Lehrer hingegen werden hoch geschätzt, da sie viel Unterrichtszeit verschwenden. Ansonsten lassen sie sich nur dazu herab, die Lehrer zu beachten. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass sie ihre Gesellschaft als Ehre für alle anderen Lebenswesen empfinden.

Schülergruppen: Die Kommunikativen

Filed under: Schule — ninatheresa @ 10:10 am

Die Kommunikativen – ein weit verbreitetes Phänomen – auch bekannt als Kaffeekränzchen, Plaudertaschen, Ratschkatteln oder Hühnerstall. Selbst bezeichnen sie sich bevorzugt aber als offen, extrovertiert – und eben kommunikativ.

Sie zeichnen sich aus durch angeregte, informative und selbstverständlich immer fachbezogene Gespräche. Beispiele für diese intellektuell höchst anspruchsvollen Themen sind der nächste Urlaub, die neue Mode, der aktuellste Klatsch und Tratsch, die letzte Party und der vor-vorletzte Exfreund. Multitasking ist die Fähigkeit, die jeder Kommunikative gezwungenermaßen beherrscht.

Bevorzugte Zeit zur Ausübung dieser Tätigkeit ist während der Rechenschaftsablage und der Hausaufgabenverbesserung. Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen frönen sie ihrem Laster in jeder Unterrichtsstunde. Um ihre kostbare Zeit möglichst effektiv zu nutzen, versuchen sie ihre Informationen zu komprimieren. Experten nennen dieses Verhalten auch Überschallgeschwindigkeitssprechen.

Wenn sie trotz dieses Klassengemeinschaftsfördernden Verhaltens von Lehrern ermahnt werden, reagieren sie auf unterschiedliche Art und Weise. Die einen versuchen mit einem Blend-a-dent-Lächeln den Lehrern zu bezirzen, andere übergehen diese unerhörte Störung ihrer Privatsphäre ganz souverän, und wieder andere antworten mit einem kecken „gleich“ und berichten dann in aller Ruhe weiter über die neusten Vorkommnisse aus ihrer Lieblingsvorabendserie.

Abschließend lässt sich nur noch sagen – Sorry Leute, aber ich muss jetzt weiterratschen.

February 9, 2006

Deutsch und Polonaisen (schreibt man das so?)

Filed under: Allgemeines, Schule — ninatheresa @ 7:20 pm

Heute in der ersten Schulstunde kam plötzlich eine zehnte Klasse in Form von einer Polonaise an unserem klassenzimmerfenster vorbei. Dazu muss ich vielleicht sagen, dass unser Klassenzimmer im pavillion is und wir sozusagen auf dem Präsentierteller (Zitat:Franz) sitzen, denn er steht mitten auf dem Pausenhof und hat nur Erdgeschoss. Als die Polonaise dann ein zweites Mal vorbei kam, machte Herr Rau das Fenster auf und bat die Klasse doch noch einmal vorbeizulaufen, damit er ein Foto machen kann (warscheinlich für seinen Blog…). Zwei Minuten später klopft es an der Tür und die Zehnte kommt reingepolonaised (igit, was für ein Wort) und läuft einmal durch unseren Mittelgang. herr Rau konnte seine Fotos machen und für uns wars ne nette Abwechslung zum Deutschunterricht…

Klar war, dass die Idee zu dieser Aktion vom Egge stammt (Bruder von Laila-Liana) und er auch die Polonaise angeführt hat… Wer sonst noch so mein Lob für diese Aktion verdient sind die Egga (und den Rest kenn ich nicht so wirklich persönlich, sondern nur sehr flüchtig – trotzdem: das habt ich toll gemacht ;-) )

January 27, 2006

Gruppendruck

Filed under: Schule — ninatheresa @ 4:28 pm

Heute in Chemie war das bei uns so. Wir hatten Chemie vierte Stunde (also im Anschluss war Pause) und unsere Lehrerin lies uns nicht gehen, als es zur Pause gongte und ein mitschüler immernoch an der Tafel stand und eine Aufgabe lösen sollte, die er offenbar nicht lösen konnte. Eigentlich ist der Mitschüler nicht dumm, aber er hatte eben keine Formel gelernt und deshalb ging einfach garnichts. Wir saßen also fast die ganze Pause noch im Klassenzimmer und kurz vor Beginn der fünften Stunde durfte dann ein anderer die Aufgabe lösen und wir waren entlassen.
Ich glaube unsere Lehrerin wollte, dass wir als Klasse dann unserem Mitschüler Druck machen und ihn dazu bewegen, dass er das nächste mal besser lernt und sich auf ein bisschen anstrengt, wenn er vorne steht.
Trotzdem halte ich es nicht für richtig, eine ganze Klasse (wir sind zwar in Mathe, Physik und Chemie nur elf Leute) für den Fehler und das Benehmen eines einzigen zu bestrafen. Da muss es doch eigentlich einen anderen Weg geben.

Blog at WordPress.com.