Definition: Eine Markenkleidung tragende, angeberisch veranlagte, überwiegend männliche Spezies, die zur Selbstinszenierung neigt.
Unterarten des Prototyps:
Machos/Chauvis = Abgeschwächte Variante, überwiegend in südlichen Ländern zu finden
Gangsta = Extreme Randgruppe
Tussen = weibliches Gegenstück zum Prolo
Vorkommen in der Natur:
Innenstadt, Freibäder und Seen, Bushaltestellen, sowie diverse Inn-Kneipen
Wie können Sie diese Gattung in der freien Wildbahn erkennen?
Die auffälligsten äußeren Merkmale sind Caps, Gelfrisuren, Bling-bling Diamantimitat Ohrringe, Glitzergoldkettchen in zigfacher Ausführung, äußerst farbenfrohe in schwarz und weiß gehaltene Kapuzenpullis sowie Jeans, die die ausgefallene Unterwäsche hervorheben sollen. Weitere sehr beliebte Accessoires sind Sonnenbrille (extra für die Regentage), MP3-Player, Handy (aber nur das neuste Modell) und dann sollte niemals eine kleine Freundin fehlen.
Wie können Sie sich vor Angriffen durch Prolos schützen?
Die effektivste Methode ist wohl, sich möglichst unauffällig und gediegen zu kleiden. Knappe Röcke, hohe Schuhe und tiefe Ausschnitte ziehen Polos nämlich an, wie Licht die Motten. Die Abwehrvariante für nicht so graue Mäuschen sind dann auch noch bissige Kommentare und der Todesblick. Letzteres ist lediglich ein hochnäsiger, herablassender, „Sprich-mich-ja-nicht-an“-Blick aus eiskalten Augen, der gerne von einer hochgezogenen Augenbraue begleitet wird. Sollten Sie dennoch zu auffälliger Kleidung neigen und zu nett für einen Todesblick sein, meiden Sie zu Ihrem eigenen Schutz die oben aufgeführten Lebensräume.
Verhalten von Prolos im Jagdrevier (Schule):
Gegen die Prolo-Ehre verstößt es zunächst einmal, pünktlich zum Unterricht zu erscheinen. Sinnlose Diskussionen mit dem Lehrer hingegen werden hoch geschätzt, da sie viel Unterrichtszeit verschwenden. Ansonsten lassen sie sich nur dazu herab, die Lehrer zu beachten. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass sie ihre Gesellschaft als Ehre für alle anderen Lebenswesen empfinden.